Berufliches Gymnasium (BG)
Fachrichtung: Ernährung und Hauswirtschaft
Fachrichtung: Technik, Schwerpunkt Biologietechnik
Fachrichtung: Technik, Schwerpunkt Chemietechnik
Fachrichtung: Gesundheit und Soziales
Helene Leick:
Abteilungsleiterin und Ihre Ansprechpartnerin für diese Schulform
Tel.: (05 61) - 82 01 29 18
Sprechzeiten Donnerstag 9:45 bis 11:15 Uhr und nach Vereinbarung
Das Berufliche Gymnasium ist die gymnasiale Oberstufe der berufsbildenden Schulen.
Anmeldeformular (PDF)
Lehrpläne (Bildungsserver)
An der Elisabeth-Knipping-Schule sind die Schwerpunkte Biologietechnik, Chemietechnik, Ernährung und Gesundheit vertreten. Das BG verbindet allgemeinbildendes und berufliches Lernen. Es umfasst die einjährige Einführungsphase (Halbjahre E1 und E2) und die zweijährige Qualifikationsphase (Q1 bis Q4) - in unserer Schule weiterhin auch als Jahrgangsstufen 11 bis 13 bezeichnet. Das Fächerangebot des Beruflichen Gymnasiums entspricht dem der allgemeinbildenden gymnasialen Oberstufe. Es gibt die Zuteilung der Fächer zu Aufgabenfeldern, es wird das Punktesystem angewendet und ab dem Jahre 2007 wird das Landesabitur durchgeführt.
Die Entscheidung, welchen Schwerpunkt die Schülerinnen und Schüler besuchen wollen, muss mit dem Eintritt in die Einführungsphase getroffen werden. Hiermit legen sie sich schon von Anfang an für die Zeit bis zum Abitur auf eines der beiden Leistungsfächer fest. Ein weiteres Leistungsfach wird beim Eintritt in die Qualifikationsphase gewählt. Es muss eines aus dem allgemein bildenden Fächerkanon Deutsch, Englisch, Mathematik oder Naturwissenschaften sein.
Biologietechnik ist die integrierte Anwendung des Wissens aus Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik mit dem Ziel, Mikroorganismen, Pflanzen- und Tierzellen sowie deren Bestandteile bei technischen Verfahren und industriellen Produktionsprozessen einzusetzen. Da Biologietechnik als eine anwendungsbezogene und fächerübergreifende Wissenschaft zu verstehen ist, wurde für den Schwerpunkt Biologietechnik mit seinem Leistungskurs und seinen Technologiepraktika ein Curriculum entwickelt, das sowohl allgemeine biologische und biochemische Grundlagen als auch exemplarisch Methoden und Verfahren in Theorie und Praxis vermittelt. In den ab Klasse 11 (E1) angebotenen Technologiepraktika, die thematisch auf die Inhalte des Leistungskurses abgestimmt sind, können durch eigens hierfür entwickelte Versuchsanleitungen eigenständiges, praxisnahes Experimentieren erfahren und geübt werden. Moderne Großgeräte und Laborräume bieten hierfür die materiellen und räumlichen Voraussetzungen. Mehr Fotos aus der Biologietechnik..
Mikroskopie unterschiedlicher Früchte (Jg. 11)
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![]() Bestimmung der zu untersuchenden Pflanzen (Jg. 11) |
Im Fach Chemietechnik werden die Grundlagen der Chemie sorgfältig miteinander abgestimmt in Theorie und Praxis vermittelt. Darüber hinaus bietet die Chemietechnik die vertiefende Behandlung aktueller Aspekte aus der chemischen Forschung und von großtechnischen Produktionsabläufen. Nach Möglichkeit werden dazu Exkursionen durchgeführt. Es wird ein sehr hohes Maß an praktischen Anteilen während der Ausbildung vermittelt. Die Palette reicht von grundlegenden Labortechniken, die nötig sind, um selbstständig im Labor zu arbeiten, bis hin zur Bedienung von modernen Großgeräten, die einen Einblick in die Arbeitsweise der heutigen Chemiker ermöglichen. Dies geschieht an der EKS in Form eines mindestens vierstündigen Laborpraktikums in gut ausgestatteten Räumen mit Großgeräten und eigens entwickelten Unterrichtsskripten. Den Schülerinnen und Schülern steht eine Fachbibliothek zur Verfügung. Mehr zur Chemietechnik...
Ernährungslehre ist ein interdisziplinäres Fach, das durch seinen Anwendungsbezug eine hohe persönliche Relevanz erreichen kann. Die Veränderungen in den Lebensstrukturen der Schülerinnen und Schüler machen es zunehmend nötig, Essen als Kulturthema bzw. Kulturtechnik mit allen sich daran anknüpfenden Werten zu thematisieren. Darüber hinaus zwingt das Nachdenken über Krankheitsstatistiken oder positiv ausgedrückt, der Wunsch eines jeden Menschen nach Gesundheit und auch gerade bei Jugendlichen nach Fitness zur Auseinandersetzung mit Ernährungsgewohnheiten. Die gegenwärtige Entwicklung zeigt zudem, wie komplex Ernährung ist, wie weit die Lebensmitteltechnologie fortgeschritten ist und wie vielfältige Aspekte zu berücksichtigen sind. Ernährung wird komplizierter und fordert einen hohen Informations- und Kommunikationsbedarf. Dies findet sich in dem Kursangebot wieder, das Gebiete wie z. B. Lebensmitteltechnologie, Ernährungsphysiologie, Biochemie, Diätetik, Lebensmittelrecht, Ernährungssoziologie u. a. enthält. Bereits in der Einführungsphase werden die Schülerinnen und Schüler in die technologischen Grundlagen der Nahrungszubereitung und Backwarenherstellung eingeführt. Eine gute Ausstattung mit Fachliteratur, Betriebsbesichtigungen sowie die Nutzung von externen Fachvorträgen komplettieren das Unterrichtsangebot. Mehr Infos zur Ernährungslehre...
Neu: Gesundheit ist das vierte fachliche Standbein für das berufliche Gymnasium, das in Kooperation mit der Willy-Brandt-Schule (WBS) seit diesem Schuljahr (2009/2010) angeboten wird. Drei Tage in der Woche findet der Unterricht an der EKS in allgemein
bildenden Fächern statt, an den übrigen zwei Tagen ist die WBS der Unterrichtsort, im Wesentlichen mit den schwerpunktbezogenen Fächern Gesundheitslehre und Gesundheitsökonomie.
Beste Voraussetzungen erwirbt man für universitäre Studiengänge wie z. B.
Medizin, Pharmazie, Biologie, Psychologie und Soziologie. Natürlich kann man mit der
Allgemeinen Hochschulreife auch jedes andere Fach seiner Wahl studieren. Oder einen Ausbildungsberuf ergreifen...
[Pressemitteilung lesen...] [Flyer]
Unterricht / Unterrichtsinhalte
In der einjährigen Einführungsphase findet der Unterricht in der Regel im Klassenverband statt. Dieses erste Jahr im Beruflichen Gymnasium hat eine Gelenkfunktion zwischen der Mittelstufe und dem Kurssystem in der zweijährigen Qualifikationsphase, indem eine Einführung in die Arbeits- und Denkweise der gymnasialen Oberstufe stattfindet. Es dient der Kompensation, d.h. dem Ausgleich der unterschiedlichen Vorkenntnisse. Das 2. Halbjahr dient außerdem der Orientierung, welche Leistungs- und Grundkurse für die nachfolgende Qualifikationsphase (Q1 bis Q4) gewählt werden. Die einzige Versetzung in der gymnasialen Oberstufe findet am Ende der Einführungsphase statt. In der Qualifikationsphase wird im Kurssystem unterrichtet.
Abschluss
Allgemeine Hochschulreife
Aufnahmevoraussetzung
1. Die Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe bzw. des Beruflichen Gymnasiums.
2. Ein qualifizierter mittlerer Bildungsabschluss. Dazu muss in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und der besten Naturwissenschaft ein Schnitt von mindestens 2,75 erreicht werden. Der Durchschnitt der übrigen Fächer muss ebenfalls besser als 3,0 sein. Außerdem muss die Klassenkonferenz die Eignung der Schülerin bzw. des Schülers für die gymnasiale Oberstufe bzw. für das berufliche Gymnasium festlegen.
Anmeldung: bis zum 15. Februar des jeweiligen Jahres über die abgebende Schule. Direktanmeldungen sind in Ausnahmefällen bis zum 1. März möglich.
Dauer
3 Jahre
Zusatzqualifikationen
Nach Abschluss der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) besteht für die Schwerpunkte Biologietechnik und Chemietechnik die Möglichkeit, das zweite Ausbildungsjahr einer Assistentenausbildung in dem vorher im Beruflichen Gymnasium gewählten Schwerpunkt zu besuchen. Nach einem weiteren Ausbildungsjahr und einer erfolgreichen Abschlussprüfung kann der Beruf der/des staatlich geprüften chemisch-technischen Assistentin/Assistenten bzw. der/des staatlich geprüften biologisch-technischen Assistentin/Assistenten erreicht werden (Doppelqualifikation).
Besonderheiten / Merkmale
Abweichend zur allgemeinen gymnasialen Oberstufe brauchen Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums keine zweite Fremdsprache besuchen, wenn sie in der Mittelstufe durchgehend vier Jahre in der zweiten Fremdsprache unterrichtet wurden.
Am Ende der Jahrgangsstufe 12 besteht die Möglichkeit, wenn in bestimmten Fächern eine Mindestpunktzahl erreicht wurde, sich den schulischen Teil der allgemeinen Fachhochschulreife bescheinigen zu lassen. Nach einem Jahr Praktikum in einem Ausbildungsberuf oder nach Abschluss einer Berufsausbildung wird das endgültige Zeugnis der allgemeinen Fachhochschulreife ausgestellt.
Weitere Informationen zur Regelung der Oberstufe und des Abiturs entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen des Hessischen Kultusministeriums. Hier stehen Ihnen zwei Broschüren zum Download (PDF) zur Verfügung:
Abitur in Hessen - Ein guter Weg
Ausgabe zur VOGO/BG, gültig bis zum Abitur 2011
Abitur in Hessen - Ein guter Weg
Ausgabe zur OAVO (Oberstufen- und Abiturverordnung), gültig ab 20. Juli 2009




