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Berufliches Gymnasium (BG)

Fachrichtung: Technik, Schwerpunkt Biologietechnik
Fachrichtung: Technik, Schwerpunkt Chemietechnik
Fachrichtung: Ernährung
Fachrichtung: Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit
Fachrichtung: Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Pädagogik (ab 2012)
Helene Leick: Abteilungsleiterin und Ihre Ansprechpartnerin für diese Schulform

Helene Leick
Tel.: (05 61) - 82 01 29 18
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Das Berufliche Gymnasium ist die gymnasiale Oberstufe der berufsbildenden Schulen.

Für das Abitur an einer gymnasialen Oberstufe oder einem beruflichen Gymnasium in Hessen bildet die neue Oberstufen- und Abiturverordnung (OAVO) vom 20. Juli 2009 die rechtliche Grundlage für alle Schülerinnen und Schüler, die ab 2009 die Oberstufe beginnen. Die OAVO löst damit die bisherige Verordnung über die Bildungsgänge und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe und dem beruflichen Gymnasium  (VOGO/BG) ab.

An der Elisabeth-Knipping-Schule sind die Schwerpunkte Biologietechnik, Chemietechnik, Ernährung, Gesundheit und Pädagogik vertreten. Das BG verbindet allgemein bildendes und berufliches Lernen. Es umfasst die einjährige Einführungsphase (Halbjahre E1 und E2) und die zweijährige Qualifikationsphase (Q1 bis Q4) - in unserer Schule weiterhin auch als Jahrgangsstufen 11 bis 13 bezeichnet. Das Fächerangebot des Beruflichen Gymnasiums entspricht dem der allgemeinbildenden gymnasialen Oberstufe. Es gibt die Zuteilung der Fächer zu drei Aufgabenfeldern, es wird das Punktesystem angewendet und ab dem Jahre 2007 wird das Landesabitur durchgeführt.

 

Die Entscheidung, welchen Schwerpunkt die Schülerinnen und Schüler besuchen wollen, muss mit dem Eintritt in die Einführungsphase getroffen werden. Hiermit legen sie sich schon von Anfang an für die Zeit bis zum Abitur auf eines der beiden Leistungsfächer fest. Ein weiteres Leistungsfach wird beim Eintritt in die Qualifikationsphase gewählt. Es muss eines aus dem allgemein bildenden Fächerkanon Deutsch, Englisch, Mathematik oder Naturwissenschaften sein.

 

Biologietechnik ist die integrierte Anwendung des Wissens aus Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik mit dem Ziel, Mikroorganismen, Pflanzen- und Tierzellen sowie deren Bestandteile bei technischen Verfahren und industriellen Produktionsprozessen einzusetzen. Da Biologietechnik als eine anwendungsbezogene und fächerübergreifende Wissenschaft zu verstehen ist, wurde für den Schwerpunkt Biologietechnik mit seinem Leistungskurs und seinen Technologiepraktika ein Curriculum entwickelt, das sowohl allgemeine biologische und biochemische Grundlagen als auch exemplarisch Methoden und Verfahren in Theorie und Praxis vermittelt. In den ab Klasse 11 (E1) angebotenen Technologiepraktika, die thematisch auf die Inhalte des Leistungskurses abgestimmt sind, können durch eigens hierfür entwickelte Versuchsanleitungen eigenständiges, praxisnahes Experimentieren erfahren und geübt werden. Moderne Großgeräte und Laborräume bieten hierfür die materiellen und räumlichen Voraussetzungen. Mehr Fotos aus der Biologietechnik..

Mikroskopie unterschiedlicher Früchte (Jg. 11)

Bestimmung der zu untersuchenden Pflanzen (Jg. 11)

 

Im Fach Chemietechnik werden die Grundlagen der Chemie sorgfältig miteinander abgestimmt in Theorie und Praxis vermittelt. Darüber hinaus bietet die Chemietechnik die vertiefende Behandlung aktueller Aspekte aus der chemischen Forschung und von großtechnischen Produktionsabläufen. Nach Möglichkeit werden dazu Exkursionen durchgeführt. Es wird ein sehr hohes Maß an praktischen Anteilen während der Ausbildung vermittelt. Die Palette reicht von grundlegenden Labortechniken, die nötig sind, um selbstständig im Labor zu arbeiten, bis hin zur Bedienung von modernen Großgeräten, die einen Einblick in die Arbeitsweise der heutigen Chemiker ermöglichen. Dies geschieht an der EKS in Form eines mindestens vierstündigen Laborpraktikums in gut ausgestatteten Räumen mit Großgeräten und eigens entwickelten Unterrichtsskripten. Den Schülerinnen und Schülern steht eine Fachbibliothek zur Verfügung. Mehr zur Chemietechnik...

 

Ernährungslehre ist ein interdisziplinäres Fach, das durch seinen Anwendungsbezug eine hohe persönliche Relevanz erreichen kann. Die Veränderungen in den Lebensstrukturen der Schülerinnen und Schüler machen es zunehmend nötig, Essen als Kulturthema bzw. Kulturtechnik mit allen sich daran anknüpfenden Werten zu thematisieren. Darüber hinaus zwingt das Nachdenken über Krankheitsstatistiken oder positiv ausgedrückt, der Wunsch eines jeden Menschen nach Gesundheit und auch gerade bei Jugendlichen nach Fitness zur Auseinandersetzung mit Ernährungsgewohnheiten. Die gegenwärtige Entwicklung zeigt zudem, wie komplex Ernährung ist, wie weit die Lebensmitteltechnologie fortgeschritten ist und wie vielfältige Aspekte zu berücksichtigen sind. Ernährung wird komplizierter und fordert einen hohen Informations- und Kommunikationsbedarf. Dies findet sich in dem Kursangebot wieder, das Gebiete wie z. B. Lebensmitteltechnologie, Ernährungsphysiologie, Biochemie, Diätetik, Lebensmittelrecht, Ernährungssoziologie u. a. enthält. Bereits in der Einführungsphase werden die Schülerinnen und Schüler im Lebensmittelpraktikum mit verschiedenen Rezepten arbeiten und experimentell kochen. Dabei können sie zum Beispiel im Vergleich mit Fertigprodukten die Qualität von Selbstgekochtem und die Tricks der Lebensmittelindustrie entlarven. Eine gute Ausstattung mit Fachliteratur, Betriebsbesichtigungen sowie die Nutzung von externen Fachvorträgen komplettieren das Unterrichtsangebot. Mehr Infos zur Ernährungslehre...  Bilder aus dem Lebensmittelpraktikum

Ernährungslehreunterricht Milchverkostung
Praktisches Arbeiten in der Ernährungslehre Milchverkostung

 

Neu seit 2009: Gesundheit ist das vierte fachliche Standbein für das berufliche Gymnasium, das in Kooperation mit der Willy-Brandt-Schule (WBS) seit diesem Schuljahr (2009/2010) angeboten wird. Drei Tage in der Woche findet der Unterricht an der EKS in allgemein bildenden Fächern statt, an den übrigen zwei Tagen ist die WBS der Unterrichtsort, im Wesentlichen mit den schwerpunktbezogenen Fächern Gesundheitslehre und Gesundheitsökonomie.
Beste Voraussetzungen erwirbt man für universitäre Studiengänge wie z. B. Medizin, Pharmazie, Biologie, Psychologie und Soziologie. Natürlich kann man mit der Allgemeinen Hochschulreife auch jedes andere Fach seiner Wahl studieren. Oder einen Ausbildungsberuf ergreifen...
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Neu ab Sommer 2012: Pädagogik wird in Hessen als neuer Schwerpunkt an Beruflichen Gymnasien eingeführt. Wir freuen uns, als einer der fünf geplanten Standorte dieses Angebot machen zu können. Für den Weg zum Abitur bedeutet es, dass Pädagogik und Psychologie als Pflichtfächer während der gesamten Oberstufe unterrichtet werden. Dabei ist Pädagogik in der Qualifikationsphase stets ein Leistungskurs, Psychologie ein Grundkurs. Ein weiterer Leistungskurs ist am Ende der Einführungsphase aus dem allgemein bildenden Fächerkanon Deutsch, Englisch, Mathematik oder einer Naturwissenschaft zu wählen.
Unterrichtsinhalte im Schwerpunkt Pädagogik sind z. B. Grundlagen pädagogischen Denkens und Handelns, Kindheit und Sozialisation, Lernen und Lernförderung, Kommunikation und Gesprächsführung, Sozialisation im Jugend- und Erwachsenenalter.
Methodenkurse führen in die Methodik pädagogischer und psychologischer Beobachtung ein.
Beste Voraussetzungen bietet dieser Schwerpunkt für universitäre Studiengänge wie z. B. für ein Lehramt, (Sozial-) Pädagogik / Soziale Arbeit, Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie. Natürlich berechtigt die Allgemeine Hochschulreife auch andere Studienrichtungen nach eigener Wahl. Vorteile ergeben sich auch bei der Entscheidung für einen pädagogisch/psychologisch ausgerichteten Ausbildungsberuf …

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Unterricht / Unterrichtsinhalte

In der einjährigen Einführungsphase findet der Unterricht in der Regel im Klassenverband statt. Dieses erste Jahr im Beruflichen Gymnasium hat eine Gelenkfunktion zwischen der Mittelstufe und dem Kurssystem in der zweijährigen Qualifikationsphase, indem eine Einführung in die Arbeits- und Denkweise der gymnasialen Oberstufe stattfindet. Es dient der Kompensation, d.h. dem Ausgleich der unterschiedlichen Vorkenntnisse. Das 2. Halbjahr dient außerdem der Orientierung, welche Leistungs- und Grundkurse für die nachfolgende Qualifikationsphase (Q1 bis Q4) gewählt werden. Die einzige Versetzung in der gymnasialen Oberstufe findet am Ende der Einführungsphase statt. In der Qualifikationsphase wird im Kurssystem unterrichtet.

 

Abschluss

Allgemeine Hochschulreife

 

Aufnahmevoraussetzung

Die Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe bzw. des Beruflichen Gymnasiums oder
ein qualifizierter mittlerer Bildungsabschluss. Dazu muss in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und der besten Naturwissenschaft ein Schnitt von mindestens 2,75 erreicht werden. Der Durchschnitt der übrigen Fächer muss ebenfalls besser als 3,0 sein. Außerdem muss die Klassenkonferenz die Eignung der Schülerin bzw. des Schülers für die gymnasiale Oberstufe bzw. für das berufliche Gymnasium festlegen.

Anmeldung: bis zum 15. Februar des jeweiligen Jahres über die abgebende Schule. Direktanmeldungen sind in Ausnahmefällen bis zum 1. März möglich.

 

Dauer

3 Jahre

 

Zusatzqualifikationen

Nach Abschluss der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) besteht für die Schwerpunkte Biologietechnik und Chemietechnik die Möglichkeit, das zweite Ausbildungsjahr einer Assistentenausbildung in dem vorher im Beruflichen Gymnasium gewählten Schwerpunkt zu besuchen. Nach einem weiteren Ausbildungsjahr und einer erfolgreichen Abschlussprüfung kann der Beruf der/des staatlich geprüften chemisch-technischen Assistentin/Assistenten bzw. der/des staatlich geprüften biologisch-technischen Assistentin/Assistenten erreicht werden (Doppelqualifikation).

 

Besonderheiten / Merkmale

Abweichend zur allgemeinen gymnasialen Oberstufe brauchen Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums keine zweite Fremdsprache besuchen, wenn sie in der Mittelstufe durchgehend vier Jahre in der zweiten Fremdsprache unterrichtet wurden.

Am Ende der Jahrgangsstufe 12 besteht die Möglichkeit, wenn in bestimmten Fächern eine Mindestpunktzahl erreicht wurde, sich den schulischen Teil der allgemeinen Fachhochschulreife bescheinigen zu lassen. Nach einem Jahr Praktikum in einem Ausbildungsberuf oder nach Abschluss einer Berufsausbildung wird das endgültige Zeugnis der allgemeinen Fachhochschulreife ausgestellt.

 

Weitere Informationen zur Regelung der Oberstufe und des Abiturs entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen des Hessischen Kultusministeriums. Hier stehen Ihnen zwei Broschüren zum Download (PDF) zur Verfügung:  

 

 

Abitur in Hessen - Ein guter Weg
Ausgabe zur OAVO (Oberstufen- und Abiturverordnung), gültig ab 20. Juli 2009