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Projekt "Beschreibende Statistik im Mathematikunterricht der Fachoberschule Klasse 11"

Zu den originären Aufgaben der Beschreibenden Statistik gehört die Analyse von Daten. Daten durchdringen quasi unseren Alltag, in Form von Einschaltquoten, Kundenprofilen, Bildungswegen etc. Manchmal ist es schwer in dieser Fülle von Daten nach Mustern und Auffälligkeiten zu suchen. Als Datendetektiv begibt man sich dabei quasi in einen idealtypischen Kreislauf von Problem-Plan-Data-Analysis-Conclusion.
In einer Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rolf Biehler aus dem Bereich Didaktik der Mathematik der Universität Kassel sollten Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule, Klasse 11 mit den Schwerpunkten Ernährung und Hauswirtschaft sowie Textiltechnik und Bekleidung genau diesen Weg in ihrem Unterricht gehen.

Dazu wurden im Vorfeld bereits ein Fragebogen mit 100 themenspezifischen Fragen und entsprechende Unterrichtsmaterialien von Studierenden der Universität Kassel in den Schulpraktischen Studien erstellt. Ein wesentlicher Gesichtspunkt dabei war der unterrichtsbegleitende Einsatz der Werkzeugsoftware Fathom. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler haben die Software auch für die Arbeit zu Hause zur Verfügung gestellt bekommen. Als Kommunikationsplattform wurde das Moodle-Kurssystem der Universität Kassel genutzt.
Der Unterricht selbst wurde so konzipiert, dass in sechs Doppelstunden wesentliche Elemente, wie Diagrammformen, Häufigkeiten, Merkmalsarten, Verteilungen, Mittelwerte, Streuungsmaße sowohl händisch als auch durch die Unterstützung des Computers vermittelt wurden.

In einer sich anschließenden Projektphase wurden die Schülerinnen und Schüler Schülerinnen und Schüler selbst statistisch tätig: sie untersuchten das Ernährungs- und Gesundheitsverhalten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler der EKS.

Die statistischen Untersuchungen erfolgten auf Grundlage von 160 anonym und online beantworteten Fragebögen. Dazu hatten sich die Schülerinnen und Schüler selbst Themengebiete mit entsprechenden Untersuchungsfragen gewählt. Unter anderen kamen die Schülerinnen und Schüler zu folgenden Ergebnissen:

  • Für ihr Frühstück nehmen sich die 160 befragten EKS-Schüler – vom Geschlecht unabhängig – im Mittel 10 Minuten Zeit. Dabei wurde eingerechnet, dass 8 Schüler und 18 Schülerinnen angaben, gar nicht zu frühstücken.
  • Empfohlen wird am Tag etwa 1,5 Liter zu trinken. Diejenigen Befragten, die angaben selbst täglich etwa 1,5 Liter zu trinken, gehen mehrheitlich davon aus, dass sie mehr trinken sollten. Die Meisten nehmen 2-3 Liter als empfohlene Tagestrinkmenge an.

Britta Göckede

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