Schülerinnen und Schüler des Fachbereiches Biologietechnik berichten
Wie erleben Schülerinnen und Schüler die Elisabeth-Knipping-Schule? Wir stellen Schülerinnen und Schülern die Frage nach persönlichen Erwartungen, Erfahrungen und Wünschen an unsere Schule.
Hallo Ihr,
an der Elisabeth-Knipping-Schule gibt es wie bei allen Schulen Vor- und Nachteile. Einer der interessantesten Vorteile ist wahrscheinlich der, dass man nach 14 Schuljahren ein vollwertiges Abitur und dazu noch eine Ausbildung zum Biologisch-Technischen-Assistenten bzw. Chemisch-Technischen-Assistenten hat. Dies war auch für mich der entscheidende Punkt, warum ich mich gerade für diese Schule entschieden habe. Jedoch könnt ihr diese Vorteile auch in allen anderen Broschüren der Schule lesen, deshalb werde ich mich mal auf die "Insiderinformationen" beschränken. ;)
Die Schultage sehen auch an der EKS wie an allen anderen Schulen aus. Der "reguläre Unterricht" Mathe, Englisch, Deutsch etc. findet in einem ganz normalen Klassenraum statt und ist auch nicht auf den jeweiligen Fachzweig abgestimmt. Die Gestaltung des Unterrichts hängt ganz vom Lehrer ab, man kann also Glück haben oder nicht. ;)
An einem Schultag in der Woche hat man hier jedoch nachmittags ein Praktikum, in welchen man dann Schritt für Schritt in die Arbeitsweise eines BTA bzw. CTA eingeführt wird. Nach meiner Erfahrung sind die Lehrer in diesem Praktikum sowie die Fachlehrer in Biologie und Biologietechnik sehr bemüht einem den Stoff nahe zu bringen und auch bei unterrichtsfremden Fragen betreffend der Biologie sehr engagiert. In diesem Praktikum darf man sehr selbstständig arbeiten, bei wichtigen Fragen steht der Lehrer natürlich immer zur Verfügung. Die Unterrichtsräume sind mit vielen Instrumenten ausgestattet, mit welchen sich die Schüler im Laufe des Praktikums vertraut
machen können. Zu jedem Praktikum gibt es ein Skript, in welchem verschiedene Versuchsanleitungen stehen, die in dem jeweiligen Praktikum durchgeführt werden. Die Versuchsergebnisse sowie Änderungen des Aufbaus etc. werden festgehalten und spätestens zwei Wochen nach dem jeweiligen
Praktikum in Form eines Protokolls abgegeben, welches benotet wird. Dies bedeutet sicherlich mehr Arbeit, macht aber meiner Meinung nach auch Spaß.
Ihr müsst euch also selber überlegen, ob ihr die zusätzliche Arbeit in Kauf nehmen wollt und ob euch die technische Biologie bzw. Chemie wirklich interessiert.
So, ich hoffe mal, dass ich euch einen kleinen Einblick in den Alltag der EKS geben konnte.
Meike
Bericht zum Biologietechnikunterricht
Mein erster Eindruck der Schule:
Die Elisabeth-Knipping-Schule ist eine große Schule, in der man sich anfangs leicht verirren kann. Trotz allem ist sie relativ gut gepflegt und hat für die Schüler ausreichendes Material.
Die Lehrer sind eigentlich freundlich und geduldig (soweit wie ich einige kenne), schon alleine von den Lehrern mit „Sie“ angesprochen zu werden, ist anfangs etwas ungewohnt, aber mit der Zeit ist es ein großartiges Gefühl und es weckt in einem mehr Selbstvertrauen.
Auch mit den Schülern kommt man gut zurecht. Es gibt eigentlich so gut wie keine Konflikte, denn auf dieser Schule ist das Verhältnis von Schüler zu Schüler viel erwachsener als auf Gesamtschulen oder auf den Schulen, wo Klein und Groß zusammen gesteckt werden. Hier wird man mit mehr Respekt behandelt.
Mein erster Eindruck des Biologietechnikunterrichts :
Mein erster Eindruck war leichte Enttäuschung insgesamt habe ich mir den BT-Unterricht anders vorgestellt. Ich persönlich dachte man beschäftigt sich mehr mit dem Menschen, deren Körperfunktionen etc. Halt ausführlicher mit dem, was man so in der Mittelstufe durchnimmt. Jedoch irrte ich mich. Die erste Zeit haben wir uns hauptsächlich mit Pflanzen beschäftigt. Ihr Aufbau und eben was die grüne Farbe ausmacht, wo der Kern liegt und was in einer Pflanze noch so alles „herumschwimmt“. Also sozusagen die Pflanze bis ins kleinste Detail untersucht. In dem dazugehörigen 4-stündigen BT-Praktikum werden solche Themen auch behandelt. Dort geht es hauptsächlich um das Mikroskopieren von Präparaten. D.h. hier werden Präparate hergestellt, z.B. von Pflanzenblättern. Diese werden zerlegt und mikroskopiert. In dem BT-Praktikum werden außerdem auch Versuche mit Säuren, Lösungen etc. gemacht. Ebenfalls muss zu jedem Praktikumstag ein ausführliches Protokoll erstellt werden.
Eigene Meinung zum Biologietechnikunterricht:
Ich bin jetzt fast ein ganzes Schuljahr in Biologietechnik und bin der Meinung schon einige Tipps an Schüler abgeben zu können, die in Betracht gezogen haben, den Biotechnikbereich zu wählen.
Ich persönlich finde den Unterricht nicht gerade leicht. BT besteht leider nicht nur aus der vorgestellten Biologie, sondern besteht ebenfalls aus Chemie, Physik und Mathematik. Es wird viel mit dem Fach Chemie gearbeitet, da man auch Lösungen etc. selber herstellen muss. Die Mathematik spielt auch eine große Rolle, da im BT- Unterricht auch viel gerechnet wird. Man braucht bestimmte Formeln um bestimmte Mengen von Substanzen oder Prozente zu berechen, die man für das Herstellen einer Lösungen braucht.
Ich bin der Meinung, dass man sich sehr gut überlegen sollte, ob man diesen Bereich wählt, da man schon besondere Kenntnisse in Naturwissenschaften haben sollte, um diesen Bereich ohne Probleme zu erlernen. Denn wenn man Krankenschwester/Pfleger werden will und sich denkt BT gut dafür gebrauchen zu können irrt man sich. Was hier durchgenommen wird, ist nicht für diesen Beruf erforderlich. Deswegen empfehle ich nur den Leuten dieses Fach, die sich vorgenommen haben, einmal Biologisch-technischer Assistent, kurz BTA, zu werden oder vorhaben in die Richtungen Biologie, Medizin, Pharmazie oder Chemie zu studieren.
Li.
Meine ersten Monate auf der EKS im Fachbereich Biotechnik (BT)
Alles war neu, die riesige Schule, die Räume, die Lehrer und der Unterricht. Aber so ist es jedem neuen Schüler ergangen, deswegen war alles halb so schlimm. Positiv stellte ich fest, dass es besonders im Bereich der Naturwissenschaften einige junge Lehrer gibt, die mich auch im Moment unterrichten. Nicht dass ältere Lehrer schlecht sind, aber ich finde, dass die meisten jungen Lehrer einfach mehr Geduld und Power haben, uns dadurch gut motivieren etwas zu lernen, und uns so viel beibringen.
In dem ersten Halbjahr wiederholt man vieles aus der Mittelstufe, so kommt man mit den Mitschülern etwa auf den gleichen Leistungsstand. Es ist nicht wichtig, ob man von einer (Integrierten-) Gesamtschule, (aus A oder B- Kursen), einer Realschule, Berufsfachschule oder einem Gymnasium kommt, jeder, wenn er nur will kann es schaffen. Natürlich bekommt man nichts umsonst, man muss schon etwas dazu beitragen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ich nach den ersten Wochen gezweifelt habe ob ich es schaffe bzw. ob es das Richtige für mich ist. Doch dies ging nicht nur mir so, sondern auch anderen Schülern, die in die 11. Klasse gekommen sind. Ich denke, das Gefühl hat fast jeder, es gibt halt so vieles Neues, Schönes, aber auch Blödes womit man sich erst einmal abfinden muss. Dieses Gefühl geht aber auch wieder weg wenn man sich an alles gewöhnt hat.
Des weiteren war es neu, fast nur Doppelstunden zu haben. Ja, diese Doppelstunden, das hört sich vielleicht abschreckend an, eine Doppelstunde Englisch oder Geschichte, ich muss zugeben, die gehen irgendwie recht schnell um! Nach diesen Doppelstunden ist auch immer eine große Pause, in der man zu dem nächsten Raum geht (da man keine festen Klassenraum hat), dabei sein Frühstück genießt oder auch an die Luft geht.
Als uns die Schule gezeigt wurde, habe ich mir nur gedacht "hier werde ich mich mit
Sicherheit verlaufen". Ich habe mich zwar nicht verlaufen, aber man hat am Anfang so seine Orientierungsschwierigkeiten, da die Schule viele Lernbereiche hat ( FOS (Fachoberschule), BFS (Berufsfachschule, BG (Berufliches Gymnasium), usw.) und deswegen auch ziemlich groß ist.
Für die Bereiche Biotechnik und Chemietechnik gibt es spezielle Fachräume (Labore), in einem davon haben wir auch unser so genanntes Praktikum. Dies ist nichts anderes als praktischer Unterricht, in dem man vom Lehrer ein Skript bekommt, das man durcharbeiten muss (Zum Beispiel: Wie man einen dünnen Querschnitt eines Blattes herstellt um diesen anschließend zu mikroskopieren und zu zeichnen!). Momentan sind für das Praktikum 4 Schulstunden angesetzt! Man muss über das, was man gemacht hat ein Protokoll schreiben. Außerdem muss noch dazu gesagt werden, dass die Arbeitsanweisungen/ Versuche mehr Spaß machen als die in der Mittelstufe, da man bessere Räumlichkeiten und bessere Materialien zu Verfügung hat und natürlich (nach Anweisungen des Skriptes) selbständig arbeitet! Man sollte sich aber auch eingestehen, wenn man einen Fehler gemacht hat! Im Praktikum ist immer eine locker Atmosphäre, da man nur mit einer kleinen Gruppe arbeitet und so der Lehrer besser auf einen eingehen kann.
In den anderen Fächern ist es meistens so, dass man außer zum Tutor (Klassenlehrer/in), nur ein rein sachlich Verhältnis zu den Lehrern hat. Die meisten Lehrer gehen nicht persönlich auf einen ein, sondern bleiben präzise beim Thema. Ich meine, das liege daran, dass die Schule ziemlich groß ist und viele unterschiedliche Menschen aufeinander treffen und so die Lehrer einfach beim Thema bleiben müssen, da sie sich nicht um jeden Einzelnen kümmern können! (Es wäre natürlich schön, wenn es anders wäre!)
Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass hier jeder eine Chance hat und diese auch nutzen sollte, da die Schule gute Lehrer zu Verfügung hat und natürlich auch viele nette Mitschüler.
Le.
